Modern

Kleintierchirurgie

Seit 2001 bieten wir moderne Kleintierchirurgie auf hohem Niveau. Neben den Routineoperationen werden in unserer Praxis auch komplizierte Operationen an Kleintieren nach dem neuesten Stand der Wissenschaft durchgeführt. Durch individuell auf jeden Patienten abgestimmte Narkosen und die Überwachung des Tiers mittels intensivem Monitoring reduzieren wir das Narkoserisiko deutlich und ermöglichen somit auch alten Patienten eine notwendige Operation und damit eine Verbesserung der Lebensqualität.

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Erfahrung

Weichteilchirurgie

Die Weichteilchirurgie bei Tieren umfasst:

die Allgemeinchirurgie: z. B. Eingriffe an der Haut, den Ohren und am Analbereich

die Viszeralchirurgie: Operationen der Bauchorgane, wie z. B. Magen-Darm-Trakt, Blase, Milz und Leber sowie der Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Eierstöcke und Gebärmutter

die onkologische Chirurgie: Tumorentfernungen z. B. am Gesäuge, am Anus oder den inneren Organen

die rekonstruktive Chirurgie nach Verletzungen oder Tumorentfernung

Unsere langjährige Erfahrung im Bereich Kleintierchirurgie und umfassende Ausstattung ermöglicht es uns, diese Eingriffe fachgerecht und mit dem bestmöglichen Ergebnis für Ihr Tier durchzuführen.
Die meisten Eingriffe können ambulant durchgeführt werden.

Minimalinvasive Chirurgie versus sanfte Kastration bei einer Hündin

Durch den Einsatz von speziellen Instrumenten für die Kleintierchirurgie ist es uns möglich, die Kastration bei der Hündin sehr schonend, wenig invasiv und mit nur einem kleinen Hautschnitt durchzuführen.

Bei der klassischen endoskopischen Kastration sind 2-3 Hautschnitte notwendig, von jeweils ca. 2 cm Länge. Die Bauchhöhle muss mit CO2 aufgebläht werden, um dem Chirurgen Sicht zu verschaffen. Dies kann zu Kreislauf-, Atemproblemen und im schlimmsten Fall zu Embolien führen.

Bei der von uns eingesetzten Methode muss der Bauchraum nicht aufgebläht werden.

Durch einen Hautschnitt von 2,5-4 cm werden die Eierstöcke nacheinander aus dem Bauch «herausgefischt» und mit einem Ligasure-Ligiergerät getrennt. Die Hündin benötigt nach der Operation keinen Halskragen sondern nur einen Hundebody, der im Alltag sehr viel besser akzeptiert wird.

Vorteile dieser Methode:

  • Weniger schmerzhaft
  • Nur ein kleiner Hautschnitt
  • Kurze Narkose und Operationsdauer
  • Schnelle Rekonvaleszenz
  • Kein Halskragen erforderlich
  • Überschaubare Kosten

Orthopädische Kleintierchirurgie

Der Kreuzbandriss

Der Kreuzbandriss ist die häufigste Lahmheitsursache der Hintergliedmaßen beim Hund.

Ein gerissenes Kreuzband verursacht eine Instabilität im Kniegelenk. Dies führt zu einer Entzündungsreaktion und zu Schmerzen im betroffenen Knie.

Unbehandelt führt ein Kreuzbandriss zu einer Arthrosebildung und andauernden Lahmheit.

Wie wird ein Kreuzbandriss diagnostiziert?

Die Diagnose des Kreuzbandrisses erfolgt klinisch. Wache Patienten sind durch die starke Oberschenkelmuskulatur oft so verspannt, dass sich die dynamische Instabilität im Knie von betroffenen Patienten nicht sicher nachweisen lässt.

Bei kooperativen Hunden oder sedierten (schlafenden) Tieren lässt sich ein „Schubladetest“ oder „Tibiakompressionstest“ durchführen. Diese zeigen die Lockerheit (Laxizität) des betroffenen Knies an und ist beweisend für eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes.

Wenn Sie die Befürchtung haben, Ihr Hund könnte einen Kreuzbandriss oder eine andere Erkrankung des Knies haben, dann kontaktieren Sie uns gerne um einen Termin zu vereinbaren.

Therapie des Kreuzbandrisses in der Kleintierchirurgie:

Fadenzügelung nach Flo (Gretchen Flo, DVM, MS Professor Emeritus)

Die extrakapsuläre Fadenzügelung nach Flo ist eine seit Langem angewandte Methode des Bandersatzes. Ein nichtresorbierbarer Faden wird so im Oberschenkelknochen und Schienbein verankert, dass die Gelenkstabilität verbessert wird.

Wir wenden diese Methode seit Jahren bei Hunden bis 25 kg mit gutem Erfolg an.

Wie kommt es zu einem Kreuzbandriss beim Hund?

Das Kniegelenk ist im Vergleich zu anderen Gelenken des Körpers relativ instabil, da die beteiligten Knochen nicht ineinandergreifen. Die Stabilität im Knie wird durch einen ausgeprägten Bandapparat erreicht, unter anderem dem vorderen Kreuzband und dem hinteren Kreuzband. Diese sorgen für Stabilität im Gelenk und schränken die Bewegungsmöglichkeiten ein.

Beim Menschen ist ein Kreuzbandriss häufig traumatisch bedingt – das bedeutet, es kommt durch eine Krafteinwirkung von außen (beispielsweise beim Skifahren oder Fußballspielen) zu einer Schädigung des Knies, wobei das Kreuzband beschädigt wird oder ganz reißt.

Neben der traumatischen Ursache des Kreuzbandrisses gibt es beim Hund häufig Fälle von Rissen des vorderen Kreuzbandes, denen nur ein geringes Trauma (durch eine kleine Fehlbelastung beim Spielen oder Rennen) vorausging. Eine erbliche Komponente in der Entstehung der Krankheit ist wahrscheinlich. Bei übergewichtigen Hunden, die an einer Patellaluxation leiden, ist eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Kreuzbandrisses gegeben. Bei diesen Patienten ist in der Regel das vordere Kreuzband rupturiert. Es ist möglich, dass das Band nicht auf einmal zerreißt, sondern sich über einen längeren Zeitraum einzelne Fasern überdehnen und reißen, bis das gesamte Band zerstört ist.

Stressfrei

Anästhesie in der Kleintierchirurgie

Wir legen großen Wert auf eine stressfreie Narkoseeinleitung und begrüßen es daher, wenn die Besitzer von Hunden bei der Narkoseeinleitung anwesend sind. Um unseren Patienten größtmögliche Sicherheit während der Narkose zu bieten, stehen uns verschiedene Überwachungshilfen zur Verfügung:

Elektrokardiographie (EKG) zur Überwachung eines regelmäßigen und gleichmäßigen Herzschlags

Pulsoxymetrie (Messung des Sauerstoffgehalts im Blut und des Pulses)

Kapnographie (Messung des CO2 Gehalts in der Ausatemluft)

Körpertemperaturmessung während der ganzen Operationsdauer

Zusätzlich werden die Patienten je nach Eingriff routinemäßig intubiert. Dies ermöglicht zum einen eine gut steuerbare Narkosetiefe mithilfe von Narkosegas und zum zweiten kann bei Bedarf eine Beatmung durchgeführt werden.

Alle unsere Patienten werden während der Narkose zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks mit angewärmten Infusionslösungen intravenös versorgt. Um ihre optimale Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, liegen sie auf einer temperaturgesteuerten Wärmematte.

Nach erfolgter Operation wachen unsere Patienten unter Überwachung und regelmäßiger Temperaturkontrolle auf. Meistens ist es möglich, die Tiere noch am selben Tag wieder mit nach Hause zu nehmen.

Häufig gestellte Fragen rund um die Kleintierchirurgie

Was muss ich vor einer Operation beachten?

Ihr Tier sollte für die Operation nüchtern sein. Das bedeutet, dass zwischen der letzten Futteraufnahme und der Operation 12 Stunden liegen sollten. Normalerweise wird ihr Tier am Vormittag operiert, d.h. es darf am Abend vor der Operation normal fressen. Am Tag der Operation soll es allerdings nüchtern bleiben.

Trinken darf das Tier auch am Tag der Operation.

Kleine Heimtiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Hamster usw.) dürfen nicht nüchtern vorgestellt werden. Sie sollten bis kurz vor der Operation fressen können.

Wie ist der Ablauf einer Operation in der Kleintierchirurgie?

Am Tag der Operation werden Sie von dem Chirurgen und einer Helferin in Empfang genommen. Bei Operationen von Hunden bleiben Sie bei der Narkoseeinleitung bei Ihrem Tier bis es eingeschlafen ist.

Ein Venenkatheter wird von der zuständigen Helferin gelegt. Wir empfehlen, eine Blutuntersuchung präoperativ durchzuführen, um wichtige Parameter, wie Nieren- und Leberwerte zu überprüfen. Dann kontrolliert der Arzt die Kreislaufparameter Ihres Tieres, um sicherzustellen, dass es narkosefähig ist. Anschließend werden dem Patienten ein Beruhigungs- und ein Narkosemittel verabreicht. Dieser schläft sehr schnell und ruhig ein und wird dann in die Operationsvorbereitung gebracht. Hier wird Ihr Tier intubiert, an das Narkosegas und den Dauertropf angeschlossen.

Das Tier erhält ein Schmerzmittel für 24 Stunden und ggf. ein Antibiotikum. Danach folgt die Rasur und Vorbereitung des Operationsfeldes. Im Operationssaal wird Ihr Tier zur optimalen Überwachung an mehrere Überwachungsmonitore angeschlossen, um eine möglichst sichere Narkose zu gewährleisten.

Dazu verwenden wir unter anderem: Elektrokardiographie (EKG), Pulsoxymetrie (Messung des Pulses und des Sauerstoffgehaltes im Blut),  Kapnographie (Messung des CO2 Gehalts in der Ausatemluft) zur Atemüberwachung, Blutdruckmessung (HDO Gerät) und eine Schlundsonde zur Kontrolle der Köpertemperatur während der gesamten Operation.

Nach Beendigung der Operation kommt Ihr Tier auf die Aufwachstation und wird auch hier überwacht, bis es bei vollem Bewusstsein ist. Abhängig von der Operation ist es meist möglich, Ihr Tier noch am selben Tag wieder mit nach Hause zu nehmen.

Wir verabreden hierfür bei der Übergabe des Tieres oder telefonisch nach der Operation einen Abholtermin.

Was muss ich nach einer Operation von meinem Tier beachten?

Im Allgemeinen werden Sie bei Abholung Ihres Tieres von einem Arzt oder einer Helferin genau instruiert, worauf sie achten sollen. Sie dürfen Ihrem Tier Wasser anbieten, am Tag nach der Operation können Sie wieder wie gewohnt füttern.

Bitte melden Sie sich umgehend bei uns, sollten Sie bei Ihrem Tier ungewöhnliche Vorkommnisse wie z.B. Erbrechen oder Apathie feststellen. Je nach Operation sollte Ihr Tier für einige Tage/Wochen ruhig gehalten werden, um einen komplikationsfreien Heilungsverlauf zu unterstützen.
Sollten Sie außerhalb der Sprechstunden Sorgen haben, wenden Sie sich bitte an umliegende Kliniken, wie:

  • Tierärztliche Klinik am Kaiserberg: Telefon 0203- 30537-0
  • Kleintierzentrum AniCura Duisburg Asterlagen: 02065- 9038-0

Beratung

Fragen zur Chirugie bei Kleintieren?

Sollten Sie Fragen zum Thema haben, kontaktieren Sie uns gerne jederzeit.

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